Deckeber im Zuchtbetrieb, 4: Krankheiten.
1993
Hellwig E.G.
DEUTSCH: Allgemeinerkrankungen sind nicht geschlechtsspezifisch, und so koennen Eber ebenso daran erkranken wie Sauen. Akute Infektionskrankheiten beeinflussen normalerweise die Spermaqualitaet nicht nachhaltig. Eine vollstaendige Erholung ist jedoch erst nach 6-8 Wochen zu erwarten. Der wichtigste Hinweis auf eine Infektionskrankheit ist eine erhoehte Koerpertemperatur. Die PRRS-Erkrankung (Seuchenhafter Spaetabort) ist bei Ebern nur sehr schwer klinisch feststellbar. Der Virus ist jedoch noch nicht im Sperma gefunden worden. Bei Rotlaufinfektionen treten nachweislich Potenzstoerungen bis hin zu Todesfaellen auf. Verschiedene Atemwegserkrankungen (Pneumonien) beeinflussen das Allgemeinbefinden, und darunter leidet die Spermaqualitaet. Bei Brucellose, Leptospirose und Aujeszkysche Krankheit treten neben gestoerter Spermiogenese oft Hodenschwellungen auf. Skelett- und Gliedmassenerkrankungen (Beinschwaechesyndrom, Stallklauenbildung oder Glaessersche Krankheit) verursachen Potenzstoerungen, da sich Schmerzen immer negativ auf das Reproduktionsgeschehen auswirken. Eine spezielle Untersuchung der Geschlechtsorgane deckt krankhafte Veraenderungen auf. Ebenso gibt die Spermaprobe Aufschluss ueber die Spermadichte und die Motilitaet der Samenfaeden. Auf verschiedene Stressoren reagieren die Eber mit vegetativen und hormonellen Umstellungen, die sich leistungsdepressiv, auch im Hinblick auf die Reproduktion, auswirken.
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