Sustainability of the regulation function in forest ecosystemes: soil conditions and element cycles
2001
Schulte-Bisping, H. | Bredemeier, M. | Beese, F.O.
Waldoekosysteme bedecken mit 10,7 Mio. Hektar nahezu 30 % der Landflaeche in Deutschland. Eine ihrer Hauptfunktionen liegt in der Regulierung der Energie- und Stofffluesse, wobei der Boden als Bindeglied und Transformator zwischen Atmosphaere und Hydrosphaere fungiert. Aus stofflicher Sicht liegen die wichtigsten Regelungsfunktionen in der Kopplung der Naehrstoffkreislaeufe, im Puffervermoegen von Saeuren und Basen, im Speicherpotential fuer Wasser, Naehr- und Schadstoffe sowie in den Filtereigenschaften und in der Fixierung von Schadstoffen, wie z. B. Schwermetalle und persistente organische Verbindungen. Eine nachhaltige, multifunktionelle Forstwirtschaft sollte aber nicht nur die Regelungsfunktion von Waldoekosystemen beruecksichtigen, sondern dauerhaft alle Funktionen von Waeldern als gleichwertige Elemente integrieren. Dazu zaehlen neben der Lebensraumfunktion (Habitat fuer standortabhaengige Flora und Fauna) die Produktionsfunktion (Gewinnung des Rohstoffs Holz) wie auch die Kultur- und Sozialfunktion von Waeldern (Schutz- und Erholungsgebiete). Der gesellschaftliche Handlungsraum, in dem die beteiligten Akteure (Waldbesitzer, Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler etc.) agieren, wird dabei wesentlich von den oekologischen und soziokulturellen Rahmenbedingungen bestimmt. Die "Leitplanke fuer Nachhaltigkeit" soll den Handlungsraum begrenzen und vor moeglichen negativen oekologischen und oekonomischen Auswirkungen der Waldbewirtschaft schuetzen. - In Niedersachsen zeigen gerade die gravierenden Aenderungen der Landnutzung in den vergangenen 200 Jahren den steigenden Druck, der die land- und forstwirtschaftlich nutzbaren Flaechen massiv gepraegt und veraendert hat. Besonders im norddeutschen Flachland wurden weite Gebiete, die um 1800 noch mit Moor oder Heide bedeckt waren, in Ackerland und Weiden (Moor) oder zu Waldflaechen (Heide) umgewandelt, teils um mehr Anbauflaechen fuer die wachsende Bevoelkerung zu gewinnen, teils um weitere Erosion in den vegetationsarmen Heidegebieten durch Aufforstungen zu verhindern (Fixerung von Duenen) und natuerlich auch um den in Mangel geratenen Rohstoff Holz zu erzeugen. - Der Begriff Nachhaltigkeit, urspruenglich disziplinaer ausgerichtet auf eine nachhaltige, d. h. dauerhafte Produktion von Holz als Leitbild der Waldbewirtschaftung, wird hier im Sinne einer Aufrechterhaltung der Regelungsfunktion verstanden.
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