Tierische Lebensmittel als Quelle von STEC Infektionen des Menschen: Besteht ein Zusammenhang zwischen Lebensmittelkategorie und humanpathogenem Potential der STEC?
2010
Martin,A. | Müller-Graf,C. | Beutin,L.
ألمانية. In unseren Untersuchungen analysierten wir 593 STEC aus Lebensmitteln tierischer Herkunft die zu 210 Serotypen gehörten. Es wurden 7 Lebensmittelkategorien definiert: 1. Milch-(produkte) vom Rind (n=131), 2. Fleisch-(produkte) vom Rind (n=171), 3. Fleisch-(produkte) vom Hausschwein (n=83), 4. Fleisch-(produkte) vom Wildschwein (n=37), 5. Fleisch-(produkte) vom Rotwild (n=117), 6. Hasenfleisch (n=21), 7. Milch- und Fleisch-(produkte) von Ziegen und Schafen (n=33). In allen Fällen lagen vollständige Angaben zu den STEC-Serotypen (N= 210), den Shiga-Toxin (Stx) Genotypen, sowie zu den Virulenzgenen für Intimin (eae) und für Entero (EHEC)-Hämolysin (Ehly) vor.Zur Gruppierung der STEC wurde das von Karmali et al. (2003) beschriebene Schema der "Seropathotypen" zugrundegelegt. Aus der Literatur wurde ermittelt, welche STEC Serotypen bereits als Verursacher von Erkrankungen des Menschen beschrieben wurden und drei Gruppen gebildet. Gruppe 1: potentiell schwere Infektionen (HUS, HC), Gruppe 2: potentiell leichte Infektionen (Durchfall), Gruppe 3: bisher kein Bezug zu Erkrankungen. Es ist bereits bekannt, das bestimmte Virulenzfaktoren (Stx-Genotyp, eae und E-hlyA-Gen) mit erhöhter Virulenz der STEC für den Menschen assoziiert sind. Daher wurden außer dem Serotyp, der Stx-Genotyp, das eae und E-hlyA Gen in univariaten und multivariaten Analysen im Zusammenhang mit der Herkunft der STEC (Lebensmittelkategorie) untersucht.Ergebnisse: 25,0% (N=148) der STEC-Stämme aus Lebensmitteln tierischer Herkunft gehören zu Serotypen, die im Zusammenhang mit HUS / HC beschrieben wurden, 40,1% der STEC aus Lebensmitteln haben einen Bezug zu leichteren Verläufen (Durchfall), und 34,9% der STEC-Isolate wurden bisher noch nicht in Verbindung mit Humaninfektionen gebracht.STEC-Serotypen, die bisher mit schweren Krankheitsverläufen (HUS, HC) in Verbindung gebracht wurden, traten am häufigsten bei Fleisch- und Wursterzeugnissen vom Rind (43,3%), bei Milch- und Milchprodukten vom Rind (22,9%) sowie bei Hasenfleisch (33,3%) auf.Bei STEC aus Lebensmitteln waren die Virulenzmerkmale Stx1 (p<0,01), Stx2 (p<0,001), E-hly (p<0,001) und eae (p<0,001) signifikant häufiger mit Serotypen assoziiert, die bei Menschen aus HC und HUS isoliert wurden. Stx2e (p<0,001) war dagegen signifikant häufiger bei STEC Serotypen, die nicht oder nur bei leichten Krankheitsverläufen des Menschen beschrieben wurden. Ein Ziel der Analysen war es herauszufinden, ob Wechselwirkungen zwischen den Virulenzfaktoren der STEC und der Lebensmittelkategorie bestehen, die mit der Entwicklung und Schwere einer Erkrankung in Zusammenhang stehen.
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