[What levels of nitrate intakes are tolerable in man?]
1985
Kuebler, W. (Giessen Univ. (Germany, F.R.). Inst. fuer Ernaehrungswissenschaft) | Hueppe, R.
German. Entscheidend ist die Entstehung von Nitrit aus dem aufgenommenen Nitrat. Beim jungen Saeugling kann Nitrit im schwach sauren Magensaft durch bakterielle Reduktion entstehen. Die Bildung von Methaemoglobin haengt von der in der Zeiteinheit ins Blut aufgenommenen Nitritmenge ab. Diese wird u.a. bestimmt durch die Keimzahl im Magen. Bei gesunden Saeuglingen kommen nitratinduzierte Methaemoglobinaemien praktisch nicht mehr vor. Saeuglinge, die an Brechdurchfall erkrankt sind, koennen - selten -auch noch bei Nitratkonzentrationen von 25 mg/l Wasser erkranken. Beim Erwachsenen entsteht Nitrit aus im Speichel ausgeschiedenem Nitrat durch Reduktion in der Mundhoehle. Das Risiko einer Bildung von cancerogen wirksamen Nitrosaminen im stark sauren Magensaft waechst im Quadrat zur Nitritkonzentration. Da Nitrit im Speichel bei hohen Blutkonzentrationen bis zu viermal staerker angereichert wird als bei niedrigen, sind hohe Einzelgaben - z.B. durch nitratreiche Gemuesemahlzeiten - wesentlich bedenklicher als ein etwas hoeherer Nitratgehalt des Trinkwassers. Das Risiko einer Nitrosaminentstehung im Magen wird jedoch allenfalls bei extrem hohen Nitratgehalten von Gemuesen (z.B. Treibhaussalate in den Wintermonaten) als bedenklich angesehen.
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