Laenderrisiken und Beitrag der Banken zu ihrer Bewaeltigung.
1984
Jahn W.
DEUTSCH: Nach einer ausserordentlich starken Expansion der internatioanlen Kreditbeziehungen zeichnet sich seit Ende der 70er Jahre immer deutlicher eine weltweite Liquiditaetskrise ab, heute sind mehr als 40 Laender nicht mehr in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfuellen. Zwei Schuldnergruppen bereiten besondere Sorgen, zum einen die nicht der OPEC angehoerenden Entwicklungslaender, zum anderen die osteuropaeischen Laender. Wolfgang Jahn zeigt die Vielfalt der Ursachen dieser Entwicklung auf und warnt vor einseitigen Schuldzuweisungen. Um einen Ausweg aus der Krise zu finden, bedarf es kurzfristiger Massnahmen zur Ueberwindung der Liquiditaetsengpaesse, langfristig kommt es jedoch darauf an, dass die Schuldnerlaender ihre Leistungsbilanz ordnen. Dies erfordert einen Kurswechsel, den die Banken allein nicht durchsetzen koennen, eine Schluesselrolle kann dabei der Internationale Waehrungsfonds uebernehmen. In den Schuldnerlaendern muss erreicht werden, dass die Inflation bekaempft, die Staatshaushalte saniert und die Entwicklungspotentiale besser genutzt werden. In den Industrielaendern muss sich andererseits die Einsicht durchsetzen, dass protektionistische Subventionen und Importrestriktionen den hochverschuldeten Laendern die notwendige Sanierung ihrer Leistungsbilanz ausserordentlich erschweren.
Show more [+] Less [-]AGROVOC Keywords
Bibliographic information
This bibliographic record has been provided by Wolters Kluwer