Strauße
2013
Halle, Ingrid
German. Im zoologischen System zählen Strauße als Ordnung zur Überordnung Ratiae . Sie sind die größten Vögel auf der Erde, aber flugunfähig und somit typische Laufvögel. Weitere Vertreter der Ratiae sind Nandus (Südamerika), Emu (Australien) und Kasuare (Neuguinea), Kiwis (Neuseeland) und Steißhühner (Mittel- und Südamerika). Die weltweit zu Zucht-, Mast- und Schauzwecken gehaltene Straußenpopulation umfasst etwa 250 000 Tiere. Davon werden rund drei Fünftel farmmäßig in Südafrika gehalten. Weitere Länder mit nennenswerter Straußenhaltung sind Israel und Namibia. Nach 1980 entstanden Straußenfarmen auch in Europa (u.a. in Deutschland) und in Nordamerika. Etwa 95% der farmmäßig gehaltenen Strauße sind Schwarzhalsstrauße (African Blacks, Struthio camelus domesticus ), der Rest sind Blauhalsstrauße . Adulte männliche und weibliche Tiere werden 100 bis 150 bzw. 90 bis 110 kg schwer und sind langlebig. Eine Straußenhenne kann im Jahr bis zu 100 Eier mit einem mittleren Gewicht von 1600 g legen. Durch Begrenzung auf höchstens 50 Eier pro Legesaison wird die Henne nicht überfordert und die etwa 25-35 geschlüpften Küken haben eine gute Qualität. Die folgenden Ausführungen sind an die Haltungs- und Fütterungsbedingungen im gemäßigten Klimaraum Europas angepasst. Für die Straußenhaltung in Deutschland gelten die tierschutzrechtlichen "Mindestanforderungen an die Haltung von Straußenvögeln, außer Kiwis" vom September 1996. Das Ziel aller Fütterungsmaßnahmen besteht darin, bei artgerechter Haltung und Fütterung der Tiere das Leistungspotenzial sowohl hinsichtlich der Reproduktion als auch des Wachstums im Rahmen der Mast optimal zu nutzen. Die Leistungen sind daher in der Regel höher als in Ausgangsländern der kommerziellen Straußenhaltung mit weniger günstigen Weidebedingungen und vorrangig extensiven Produktionsverfahren.
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