Die Erdbebentätigkeit der Weltmeere sowie ihre Beziehungen zur Tektonik
1936
Rehm, Hans
Eine tektonisch untermauerte Untersuchung der Erbebentätigkeit in den weiten, durch Wasserbedeckung dem Auge entzogenen Räumen des Meeresbodens stößt selbstverständlich auf erhebliche Schwierigkeiten. Schon die Orographie des Meeresgrundes ist erst in ihren gröbsten Zügen bekannt; noch weniger wissen wir über die ertrunkene Tektonik, außer vielleicht in Küstengebieten. Die einzige Möglichkeit besteht in sinngemäßer Übertragung von Erfahrungen, die auf dem festen Lande gewonnen wurden, auf die submarinen Erdrindenteile. Solche Analogieschlüsse, die auf der Verteilung der Erdbeben, ihrer Lage, Stärke und Häufigkeit gegründet sind, bieten bei ausreichender Kritik in den meisten Fällen die Möglichkeit, sich bis zu einem gewissen Grade eine glaubhafte Vorstellung von den Ursachen bestimmter Beben und damit von der Tektonik des betreffenden Gebietes zu verschaffen.
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