Eine Methode zur konzentrationsunabhängigen Früherkennung von Salzwasserintrusionen in süßwasserführende Grundwasserleiter und Oberflächengewässer | A method for a concentration free early detection of saltwater intrusions into freshwater aquifers and surface water
2008
Rechlin, Berthold
[...] Dieser Fachartikel stellt ein innovatives hydrogeochemisches Bewertungsverfahren zur Früherkennung von Salzwassereinflüssen in süßwasserführenden Grundwasserleitern vor. Die Methode basiert auf dem „Genese-Modell USGMH“ (Unscharfes-Statistisch-Genetisches Modell von Wässern der Hydrosphäre), das es ermöglicht, geogen oder marin bedingte Versalzungen bereits bei sehr geringen Konzentrationsniveaus zu identifizieren. Ein zentrales Element ist das „Genetische-Grund-Verhältnis“ (GGV), welches durch die spezifische Zuordnung und Bewertung von Modellsalzen eine Herkunftsbestimmung des Wassers erlaubt, noch bevor klassische Parameter wie der Chlorid-Gehalt signifikant ansteigen. Der Autor erläutert, wie durch die Verknüpfung von Positionierungsdiagrammen und dem vereinfachten GGV eine orientierende Einschätzung salinarer Intrusionen möglich wird. Diese frühzeitige Diagnose ist für die Wasserwirtschaft in Norddeutschland von entscheidender Bedeutung, um Strategien zur Steuerung von Entnahmen und zum Schutz von Trinkwasserressourcen vor voranschreitender Versalzung zu entwickeln. Damit liefert der Beitrag ein effektives Werkzeug für das langfristige Monitoring und die Bewirtschaftung von Grundwasserlagerstätten.
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Bibliographic information
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