Untersuchungen zur Auswirkung von Flaechenstillegungen auf die Vegetationsentwicklung von Acker- und Gruenlandbrachen im Mitteldeutschen Trockengebiet.
1995
Schmiedeknecht A.
DEUTSCH: Das zentrale Anliegen des Versuchsprogrammes bestand darin, Richtung und Geschwindigkeit der Sukzession von Dauerbrachen am Modell einer Acker- und einer Gruenlandbrache im Mitteldeutschen Trockengebiet zu analysieren. Neben den unterschiedlichen Ausgangsbedingungen (vorherige Nutzung) wurden zwei Trophiestufen gewaehlt, so dass insgesamt vier Versuchsvarianten (Ackerbrache geduengt und ungeduengt, Gruenlandbrache geduengt und ungeduengt) untersucht wurden. Im Verlauf der ersten sechs Sukzessionsjahre von 1987 bis 1992 wurden 2400 Vegetationsaufnahmen angefertigt und mit Hilfe vegetationskundlicher und statistischer Methoden ausgewertet. In die Ackerbrachen wanderten gleich zu Versuchsbeginn sehr viele Arten der Umgebung ein, da der vegetationsfreie Boden gute Etablierungsmoeglichkeiten bot. Im zweiten Sukzessionsjahr war nochmals eine Einwanderungswelle zu beobachten. Die Arten, die sich in den ersten beiden Vegetationsperioden auf den Flaechen etablieren konnten, behielten im gesamten Untersuchungszeitraum den hoechsten Anteil an der Gesamtartenzahl und der Gesamtdeckung. Schon zum Zeitpunkt der ersten Vegetationsaufnahme im Juli waren die Ackerbrachen vegetationsbedeckt. Mit geringen Schwankungen blieben die hohen Gesamtdeckungsgradwerte auf den Ackerbrachen waehrend der ersten sechs Sukzessionsjahre erhalten, wobei auf der ungeduengten Ackerbrache in den ersten drei Jahren niedrigere Deckungsgradwerte als auf der geduengten Variante festgestellt wurden.
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Información bibliográfica
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