Stickstoffernaehrung und Eiweissbildung bei Futtergersten (Hordeum vulgare L.) Gefaess- und Freilandversuche mit sommer- und winterannuellen Gersten-Genotypen.
1973
Zoschke M.
DEUTSCH: Fuer die Erhoehung des Kornertrages, des Rohproteingehaltes der Koerner und damit des Rohproteinertrages erwies sich eine N-Grundduengung von 60 kg/ha N guenstiger als eine solche von nur 40 kg/ha, da eine hohe N-Grundduengung primaer entscheidend fuer das vegetative Wachstum ist. So erhoehten fruehzeitige und ausreichend hohe N-Gaben, als N-Grundduengung angewandt, besonders die Aehrenzahl (Bestandesdichte) sowie die Kornzahl je Aehre , waehrend das Korngewicht (Tausendkorngewicht) entscheidend von der Hoehe der N-Spaetgaben beeinflusst wurde. Die Zunahme des Kornertrages erfolgte vornehmlich ueber die Bestandesdichte und das Korngewicht. Entgegen den bisherigen Vorstellungen konnte die Stickstoffmenge in den Freilandversuchen mit Sommer- und Wintergersten bei einer im Laufe der Ontogenese spaeten Applikation (Stadienduengung) bis auf 160 kg/ha N erhoeht werden. Mit dieser N-Menge wurde der hoechste Wert in der Stoffproduktion erreicht. Bei einer sinnvollen Applikation der zusaetzlichen N-Spaetgaben wurde die Standfestigkeit-ausreichend standfeste Genotypen vorausgesetzt- sowohl bei den Sommer- als auch bei den Wintergersten, selbst in niederschlagsreichen Jahren, nur unwesentlich beeintraechtigt. Durch zusaetzliche N-Gaben zu Beginn der Schossperiode (beim Sichtbarwerden des ersten Halmknotens) und insbesondere beim Aehrenschieben wurde mit der Erhoehung der Kornertraege vor allem der Rohproteingehalt der Gerstenkoerner bedeutend angehoben. Dabei konnten im Eiweissbildungsvermoegen der Gerste sowohl bei Sommer- als auch bei Winterformen genotypisch fixierte Unterschiede festgestellt werden. Diese genotypische Reaktionsweise kam durch eine differenzierte N-Applikation in den verschiedenen Stadien der Ontogenese besonders deutlich zum Tragen.
Mostrar más [+] Menos [-]Palabras clave de AGROVOC
Información bibliográfica
Este registro bibliográfico ha sido proporcionado por Wolters Kluwer