Current state of the art in research of secondary forest
1997
Pokorny, B.
Alemán. Aufgrund der weiterfortschreitenden Waldzerstoerung kommt den Sekundaerwaeldern fuer die Erfuellung der Waldfunktionen eine immer wichtigere Rolle zu. Die optimale Entwicklung derer Nutz- und Schutzpotential stellt eine bedeutende Herausforderung an die Entwicklungspolitik dar. Mit dem Ziele, die Problematik einer Implementation von Sekundaerwaeldern in entwicklungspolitisches Handeln anzureissen, wird im vorliegenden Artikel ein Ueberblick ueber den Stand der Sekundaerwaldforschung gegeben. Die Definition von Sekundaerwald ist von subjektiven Vorstellungen ueber Stoerungsursache, Stoerungsgrad, Entwicklungsprozess und Erkennbarkeit der Stoerung gepraegt. Als kleinster gemeinsamer Nenner ergibt sich, dass Sekundaerwaelder nach Stoerungen der urspruenglichen Vegetation entstehen und nicht geregelt bewirtschaftet werden. Aufgrund ihrer Vielgestaltigkeit muessen sie differenziert betrachtet werden. Die Entstehung von Sekundaerwald ist eng verknuepft mit dem Problem der Waldzerstoerung, die groesstenteils auf soziale und gesellschaftliche Ursachen zurueckzufuehren ist. Bedingt durch standoertliche, technische oder soziale Marginalitaet wird die Nutzung oftmals nach kurzer Zeit extensiviert oder ganz aufgegeben. In diesem Sinne zeigen Sekundaerwaelder einerseits Bedarf und andererseits Marginalitaet an. Ihnen kommt daher eine wichtige Indikatorfunktion zu. Sekundaerwaelder erfuellen wichtige Schutzfunktionen. Sie werden zum Teil intensiv von der lokalen Bevoelkerung genutzt. Aufgrund der wenig zielgerichteten Bewirtschaftung ist anzunehmen, dass erhebliche Optimierungspotentiale bestehen. Die Sekundaerwaldentwicklung kann in Phasen gegliedert werden, die typische Merkmale hinsichtlich Artenzusammensetzung, Holzeigenschaften, Dimension und waldbaulicher Beeinflussbarkeit aufweisen. Auspraegung und Dynamik von Sekundaerwaeldern werden vom Menschen beeinflusst. Auf stark degradierten Standorten verzoegert sich die Waldentwicklung oder entfaellt vollends. Aus der Vielgestaltigkeit von Sekundaerwaeldern resultieren unterschiedliche naturale Entwicklungspotentiale. Unter dem Begriff Sukzessionsmanagement sind eine Reihe von Handlungsvorschlaegen subsumiert, die den Nutzen von Sekundaerwaeldern erhoehen koennen. Technische Massnahmen muessen in umfassende Konzepte zur Verbesserung der sozialen, gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen eingebettet sein. Besonders in Regionen mit geringer Standortsleistungsfaehigkeit sind regionale Entwicklungsplaene notwendig. Das konkreteNutzungspotential eines Sekundaerwaldes kann nur auf der Grundlage klarer Zielvorgaben abgeschaetzt werden. Da Standort, naturale und sozio-oekonomische Faktoren ein komplexes Beziehungsgefuege bilden, ist die Ableitung konkreter entwicklungspolitischer Ansaetze schwierig. Computergestuetzte Wirkungsanalysen koennten wichtige Entscheidungshilfen geben.
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Información bibliográfica
Este registro bibliográfico ha sido proporcionado por ZB MED Nutrition. Environment. Agriculture