Transmissible Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE)
2010
Groschup, Martin H. | Kaaden, O.-H.
Alemán. In den Jahren 1985/86 trat bei Rindern in Großbritannien eine neue Erkrankung auf, die entsprechend ihren pathohistologischen Veränderungen als bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) bezeichnet wurde. Klinisch an BSE erkrankte Rinder zeigen im Wesentlichen Veränderungen in der Motorik, Sensorik und im Verhalten. Weltweit erkrankten bis dato etwa 190000 Rinder an BSE, annähernd 98% der Fälle davon im Vereinigten Königreich. Aber auch in Irland (1637 Fälle), Portugal (1061 Fälle), Frankreich (1001 Fälle), der Schweiz (463 Fälle), Deutschland (417 Fälle) sowie in nahezu allen anderen europäischen Ländern sowie in den USA (2 Fälle), Kanada (17 Fälle) und Japan (35 Fälle) wurde BSE gefunden (Stand 01/2010). Retrospektive epidemiologische Untersuchungen ergaben, dass in Großbritannien besonders zwei Faktoren für die massenhafte Verbreitung der BSE verantwortlich waren: - Zu Beginn der 1980er Jahre wurde die Verfütterung von Tierkörpermehl als kostengünstiges Protein an Milchviehkälber eingeführt. - Gleichzeitig wurde die Technologie der Tierkörpermehlherstellung in britischen Tierkörperbeseitigungsanlagen Mitte der 1970er Jahre aus ökonomischen Gründen geändert. So wurde die Erhitzungstemperatur für die Tierkörperteile in manchen Tierkörperbeseitigungsanlagen auf unter 100°C gesenkt und es wurden andere Fettextraktionsschritte vorgenommen.
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Editorial Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co KG
ISSN 8426-8251 | 8426-8528Este registro bibliográfico ha sido proporcionado por Friedrich-Loeffler-Institut