Untersuchungen an Dämmplatten aus Holzfasern
2007
Pieper, Oliver
Alemán. Der Holzfaser-Dämmplattenmarkt in Europa, vor allem in Deutschland, befindet sich aktuell in einer Renaissance. Das seit den 60er-Jahren nahezu unveränderte Nassverfahren wird überarbeitet und von neuen Trockenverfahren verschiedener deutscher Hersteller, die sich bisher hauptsächlich in der Produktion klassischer Holzwerkstoffe wie OSB, MDF und Spanplatten einen Namen gemacht haben, abgelöst. Nachdem Ende des letzten Jahrhunderts neben Mineralwolle, expandiertem Polystyrol (EPS) und extrudiertem Polystyrol (XPS) kaum alternative Dämmmaterialien eingesetzt wurden, boomt die Verwendung von Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen. Die höheren Kosten solcher Produkte werden von einem ökologisch interessierten Kundenstamm getragen. Durch politische Bemühungen zu einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes über die Neufassung der Energieeinsparverordnung wird das derzeitige Marktpotential weiter gesteigert. Das gesamte Marktvolumen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen lag bei 4 % und der daraus hervorgehende Anteil von Holzfaserdämmplatten liegt bei etwa 1 %. Dies entspricht einem Produktionsvolumen von 340.000 cbm innerhalb Deutschlands, von denen nach Europa (2006) 100.000 cbm nach dem Nassverfahren hergestellt werden. Im Rahmen der Diplomarbeit ist es gelungen, einen plattenförmigen Holzfaserdämmstoff in der Dicke von 60 mm, Dichten von 100-300 kg/cbm und mit einem homogenen Rohdichteprofil nach einem neuen Trockenverfahren zu produzieren. Das verwendete Dampfinjektionsverfahren ist zur Herstellung von niedrig verdichteten MDF gut geeignet.
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Información bibliográfica
Este registro bibliográfico ha sido proporcionado por Thünen-Institut