Vorsicht vor Pilzgiften im Futter
1991
Drochner W.
DEUTSCH: Es werden diejenigen Mykotoxine besprochen, die eine praktische Bedeutung fuer die Fruchtbarkeit des Schweines haben. Entscheidend hierfuer sind die Fusarientoxine (Zearalenone, Trichothecene) und die Mutterkorntoxine. Die Zearalenone fuehren aufgrund ihrer Struktur zu oestrogenaehnlichen Wirkungen. Sie kommen in Weizen, Hafer, Gerste und vor allem im Mais, aber auch im Stroh vor. Vor allem bei juengeren Tieren tritt eine Pseudorausche (Scheinrausche) auf. Die Tiere zeigen eine geschwollene, geroetete Scham, weisen aber keinen Duldungsreflex auf. In der Schweinehaltung faellt bei erhoehten Trichothecengehalten des Futters oft eine verringerte oder gar total eingestellte Futteraufnahme mit Erbrechen auf. Es kommt zu Durchfaellen, Nierenschaeden mit vermehrtem Durst, Leberschaeden und zentralnervoesen Stoerungen. Der Mutterkornpilz faellt in den Getreideproben als dunkel verfaerbte Mutterkoerner mit getreidekornidentischer Groesse und Form auf. Als Folge treten abgestorbene Fruechte bei voll oder nahezu voll ausgetragenen Wuerfen auf. Bei saeugenden Sauen kann es zur vollstaendigen Agalaktie kommen.
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Informations bibliographiques
Cette notice bibliographique a été fournie par Wolters Kluwer
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