Der Ballaststoffgehalt von Brot und sein Beitrag zur Ballaststoffversorgung der Bevoelkerung.
1984
Meuser F. | Suckow P. | Kulikowski W. | Meissner U.
DEUTSCH: Mittels der "Berliner Methode" - einem Verfahren, das sowohl loesliche als auch unloesliche Anteile der Ballaststoffe quantifiziert - wurde der Ballaststoffgehalt wesentlicher Ballaststoffquellen unserer Nahrung bestimmt. Zur Untersuchung gelangten Brot (Weizen-, Roggen-, Schrot-Mischbrote) sowie ferner Obst, Gemuese, Kohl und Huelsenfruechte. Wie nachweisbar war, uebersteigt der Ballaststoffgehalt selbst der aus hellen Mahlerzeugnissen hergestellten Backwaren denjenigen anderer pflanzlicher Produkte zum Teil erheblich. Unter Verwendung dieser Daten laesst sich der Beitrag von Lebensmitteln zur Ballaststoffversorgung ermitteln. Demnach entstammen etwa 40% der Ballaststoffe Getreideerzeugnissen, in erster Linie Brot- und Backwaren, 20% liefern Obst bzw. Kartoffeln, 15% Gemuese und 1,5% Huelsenfruechte. Ein Ausgleich des unbestrittenermassen vorhandenen Ballaststoffdefizits laesst sich am einfachsten ueber Getreideerzeugnisse erreichen, da nur sie und daneben noch Huelsenfruechte ueberproportional, d.h. ueber den Anteil am Pro-Kopf-Verzehr hinaus, zur Ballaststoffversorgung beitragen. Zur Erhoehung der Ballaststoffaufnahme ist daher eine Vergroesserung des Brotverzehrs zu empfehlen, wodurch gleichzeitig die Ernaehrung durch den Mehrverzehr an hochmolekularen Kohlenhydraten in ernaehrungsmedizinisch wuenschenswerter Weise veraendert wuerde.
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Informations bibliographiques
Cette notice bibliographique a été fournie par Wolters Kluwer
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