Long-term effects of pruning on the trunk of lime and horsechestnut
1998
Dujesiefken, D. | Stobbe, H. | Eckstein, D.
allemand. Es wurden die Wundreaktionen nach Astring- und stammparallelem Schnitt an neun bzw. zehn Jahre alten Astungswunden an zwei unterschiedlich effektiv kompartimentierenden Baumarten, Linde und Rosskastanie, untersucht. - Bei allen Baumen waren die Astringschnitte starker uberwallt, zeigten geringere Kambialnekrosen und weniger Verfarbungen im Holz als die stammparallelen Schnitte. Die Linden schotteten die Wunden engraumiger ab als die Rosskastanien, wobei diese Unterschiede mit zunehmendem Astdurchmesser grosser wurden. - Die Ausbreitung des Pilzbefalls in der Verfarbung wurde von einer Grenzschicht unterschiedlich effektiv abgeschottet. Insbesondere bei grosseren Astungswunden und vor allem bei der schwacher kompartimentierendenRosskastanie zeigten sich in der Verfarbung alte, von Mikroorganismen durchbrochene und funktionslos gewordene Grenzschichten. Die vordringenden Mikroorganismen fuhrten zur Vergrosserung von Verfarbung und Faule und zur Bildung einer neuen Grenzschicht. Die Kompartimentierung ist somit, besonders bei grosseren Wunden, kein statischer Zustand, sondern ein dynamischer Vorgang, der mit steigendem Astdurchmesser uberlinear zunimmt. - Fur die Baumpflegepraxis folgt hieraus, dass der Astringschnitt fur den Baumvorteilhafter ist als der stammparallele Schnitt. Bei schwach kompartimentierenden Baumarten sollten keine Aste von uber 5 cm Durchmesser entnommen werden; diese Grenze liegt bei effektiv kompartimentierenden Baumarten bei etwa 10 cm. Bei dickeren Astensind trotz korrekter Schnittfuhrung umfangreiche Verfarbungen mit Pilzbefall im Stamm zu erwarten.
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