Untersuchung von Aromaverbindungen im Wein mit der SBSE/Twister ® /GC-MS
2009
Schulz, S. | Fauhl-Hassek, C. | Wittkowski, R. | Glomb, M.
allemand. In der Getränkeanalytik wird in jüngerer Zeit neben besonderen Headspace-Injektionsverfahren wie der Festphasenmikroextraktion (SPME-Technik) auch die sogenannteTwister®-Technologie für die Analyse flüchtiger Komponenten eingesetzt.Diese lösungsmittelfreien Techniken bieten hinsichtlich ihrer Empfindlichkeit und PräzisionVorteile gegenüber klassischen Verfahren. Oftmals erfolgt ihr Einsatz zur quantitativenBestimmung von einzelnen Verbindungen z.B. für die Analytik von Fehlaromenwie der Trichloranisole in Wein.Die Stir Bar Sorptive Extraction (SBSE) Twister® gekoppelt mit der Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS) wurde für die Analyse von Aromaverbindungenim Wein angewendet. Hierzu wurde zunächst eine Methode bezüglich der experimentellenBedingungen der thermischen Desorption, der Kryofokussierung, der GCMS,sowie der Probenaufbereitung mit der SBSE-Technik optimiert. Anhand der so erzeugtenAromaprofile wurden repräsentative Aromastoffe, die in verschiedenen Weinenvorlagen, für die weitere Auswertung ausgewählt. Da eine absolute Quantifizierungvon Einzelverbindungen bei dieser Vorgehensweise an sich nicht möglich war, wurdeals quantitative Information die prozentuale Verteilung der Aromastoffe anhand ihrerFlächenanteile am selektierten Profil herangezogen. Die dabei ermittelten Variationskoeffizientenlagen bei Wiederholanalysen für die untersuchten Verbindungen im Bereichvon 1,1 - 6 %.Bei der Anwendung der entwickelten Methode auf 48 authentische Modell-Weine derRebsorten Riesling, Weißburgunder, Müller-Thurgau und Ruländer deutscher Anbaugebieteaus den Jahrgängen 2004-2008 konnten über 100 Aromastoffe aus verschiedenenStrukturklassen identifiziert werden. Diese experimentell hergestellten Weinereflektieren die Qualität und Vielfalt von handelsüblichen Weinen zwar nur bedingt, allerdingswurde aufgrund ihrer 100 %igen Rebsortenreinheit die erste Identifizierungpotentieller Markerverbindungen im Hinblick auf eine Sortencharakterisierung dennochfür sinnvoll erachtet. Anhand einer einfachen Varianzanalyse (ANOVA) konnten für diejeweilige Rebsorte bestimmte Aromastoffe ermittelt werden, welche eine analytischeSortencharakterisierung im Rahmen des untersuchten Probenspektrums ermöglichten.Dabei erwiesen sich die terpenoiden Verbindungen als besonders sortentypisch. In derweiteren Anwendung des Verfahrens sind allerdings Analysen mit Handelsproben unbedingtnotwendig, um die grundsätzliche Eignung für die Rebsortencharakterisierungtiefer gehender zu prüfen.
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Informations bibliographiques
Editeur Lebensmittelchemische Gesellschaft GDCh
Cette notice bibliographique a été fournie par German Federal Institute for Risk Assessment
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