Kommunikation von Regionalität bei Bio-Lebensmitteln in Hochschulmensen
2025
Bückendorf, Irene | Bauer, Ines | Dietrich, Klara
Das Forschungsprojekt KommReBio evaluiert, wie der Einsatz von regionalen Bio-Lebensmitteln in Hochschulmensen vermittelt wird und welche Kommunikationsmaßnahmen besonders wirksam sind. Ferner wurde analysiert, wie die befragten Verpflegungsverantwortlichen Regionalität für sich definieren und inwiefern sie ein Prüfsystem zur Absicherung der Herkunft für sinnvoll erachten. Untersuchungsgegenstand waren die Kommunikationsinstrumente von 19 der insgesamt 57 deutschen Studierendenwerke. Zur Ermittlung des Status quo wurden qualitative Interviews durchgeführt und visualisierte Kommunikationsmittel, die den Einsatz regionaler und Bio-Lebensmittel darstellten, betrachtet. Zur Bewertung der eingereichten Kommunikationsmittel, wie Aktionsplakate oder Hinweisschilder in der Mensa, auf der Website oder Social Media unterstützten Expert*innen aus der Gemeinschaftsverpflegung und Kommunikationswissenschaften die Evaluierung. Die Auswertung der Interviews erfolgte mithilfe der Auswertungssoftware MaxQDA. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Hochschulmensen in unterschiedlichem Umfang über den Einsatz von regionalen und Bio-Lebensmitteln kommunizieren. Ein häufig eingesetzter Kommunikationskanal zur Kennzeichnung von regionalen und Bio-Produkten ist der Speiseplan, gefolgt von Aushängen in der Mensa oder auf mensaeigenen Bildschirmen. Genutzt werden auch die Nachhaltigkeitsseite auf der Website des Studierendenwerks und Social-Media-Plattformen sowie Apps zur Kommunikation von Neuerungen oder Aktionen. Die Bewertungen der Kommunikationskonzepte durch Expert*innen fielen sehr unterschiedlich aus. Konsens bestand jedoch darin, dass die Kommunikation gezielt auf die individuellen Präferenzen der jeweiligen Mensagäste abgestimmt werden sollte. Einheitlich ist auch die Aussage der Expert*innen, dass unabhängig von Kommunikationsform und -inhalt die Transparenz und Authentizität der Inhalte maßgeblich ist. Dies trifft insbesondere auf den Aspekt der Regionalität zu, der aufgrund einer fehlenden einheitlichen Definition die Studierendenwerke vor Herausforderungen in der Kommunikation stellt. Die Einschätzung zur Frage nach der Relevanz und Gestaltung eines Prüfsystems für Regionalität fiel differenziert aus, wobei sich die Mehrheit gegen ein weiteres Prüfsystem aussprachen. Ergänzend dazu wurde eine umfassende Recherche zu den in Deutschland verfügbaren Prüfsystemen für Regionalität durchgeführt.
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Informations bibliographiques
Cette notice bibliographique a été fournie par International Centre for Research in Organic Food Systems
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