Agrarproduktion der neunziger Jahre. Anforderungen aus betriebswirtschaftlicher Sicht.
1991
Langbehn C.
DEUTSCH: Die intensive Agrarproduktion ist verbunden mit negativen Umweltwirkungen, die der Gesellschaft heute mehr und mehr bewusst werden. An die landwirtschaftliche Betriebsfuehrung ergibt sich fuer die neunziger Jahre zweifellos die Anforderung, weitere Verbesserungen in der Produktionstechnik zu erreichen, die die negativen Umweltwirkungen auch bei kostenguenstiger, d.h. relativ intensiver Produktion vermindern. Ansaetze hierzu sind sowohl in der Bodenproduktion als auch in der Tierhaltung zu erkennen. Erhebliche Schubkraefte sind diesbezueglich in Zukunft von der Anwendung einer verfeinerten Elektronik bei der Steuerung und Kontrolle der Produktion und der Entwicklung umweltschonender Produktionsverfahren zu erwarten. Beispielsweise kann davon ausgegangen werden, dass neuere technische Entwicklungen im Bereich von Applikationstechniken im Pflanzenschutz den Mitteleinsatz ohne Beeintraechtigung der Schutzwirkung in erheblichem Masse verringern werden. Fuer den Ausgleich der Spannungen zwischen oekonomischen Anforderungen und oekologischen Beduerfnissen gewinnt die Forschungspolitik zunehmende Bedeutung. Die Rahmenbedingungen fuer die Forschung sollten so gesetzt werden, dass sich eine leistungsfaehige Forschung entwickeln kann.
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