Nutrient cycle of an oak ecosystem in the northwest German pleistocene region
2001
Rademacher, P. | Meesenburg, H. | Mueller-Using, B.
Немецкий. Auf einem maessig naehrstoffversorgten Pleistozaenstandort in Nordwestdeutschland wurde das Problem der Naehrstoffverluste im Zuge der Bewirtschaftung von Eichen-Reinbestaenden untersucht. Dazu wurde die Naehrstoffbilanz eines Bestandes ueber eine Umtriebszeit von 185 Jahren modelliert. Fuer die Biomassenproduktion wurde der einzelbaumbezogene Wachstumssimulator BWIN benutzt, auf dessen Ergebnisse ein Sortenertragsmodell aufgesetzt wurde. Dabei wurden zwei Szenarien unterschiedlicher Nutzungsintensitaet gerechnet. Die Naehrelementfluesse in dem untersuchten Eichenwaldoekosystem wurden mit dem Modem BEM simuliert, wobei verschiedene Szenarien der Depositionsentwicklung unterstellt wurden. - Die Datenbasis stammt aus einer Biomassen- und Naehrelementinventur aus den Jahren 1998/99 sowie einer Feinwurzelerhebung von 1988. Die Naehrelement-Flussgroessen sind Durchschnittswerte aus den Jahren 1995-1999 aus dem von der Niedersaechsischen Forstlichen Versuchsanstalt betriebenen niedersaechsischen Bodenschutzprogramm. - Im Einzelnen ergab sich: 1. Betrachtet man die Naehrstoffbilanz am Ende eines Produktionszeitraumes, so ergeben sich bei Magnesium und Calcium deutliche Defizite, nicht nur bei statischer, sondern auch bei dynamischer Betrachtung der ablaufenden Prozesse. / 2. Eine Defizitsituation bei Calcium und Magnesium kommt allein schon durch die Differenz der Flussgroessen Deposition und Sickerwasseraustrag zustande. Sie wird durch die Holznutzung noch verstaerkt. / 3. Die Naehrstoffentzuege durch Holzernte tragen zu unterschiedlichen Anteilen zum Bilanzdefizit bei: Schreibt man die Untersuchungsergebnisse fort, so wie sie sich in dem von uns geoeffneten Zeitfenster 1995-1999 ergeben, so ist die Holzernte bei Magnesium zu rd. 35% und bei Calcium zu rd. 60% am Bilanzdefizit beteiligt. / 4. Die Kalium-Bilanz ist positiv. Eine Einschraenkung der Naehrstoffversorgung ist auch langfristig nicht zu erwarten. / 5. Die Stickstoffbilanz ist deutlich positiv und fuehrt zunaechst zu weiterer Humusakkumulation und Eutrophierung. Langfristig ist ein erhoehter Nitrat-Austrag mit dem Sickerwasser ins Grundwasser zu befuerchten. / 6. Einen durchaus bedeutsamen Einfluss hinsichtlich des Naehrstoffmanagements hat die Belastung von nicht aufgearbeitetem Derbholz (X-Holz) im Bestand. Unsere Modellszenarien zeigen, dass bei Belassung von 80% X-Holz im Bestand die Calcium/Aluminium-Verhaeltnisse im Mineralboden noch 50 Jahre im unproblematischen Bereich liegen werden, bei nur 20% liegen bleibendem X-Holz jedoch schon in 30 Jahren die Grenze der sogenannten Aluminiumtoxizitaet erreichen wird.
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Эту запись предоставил ZB MED Nutrition. Environment. Agriculture