Ökologische Landwirtschafts- und Lebensmittelsysteme als Modelle für nachhaltige Ernährungssysteme in Europa und Nordafrika (Verbundvorhaben)
2025
Stefanovic, Lilliana | Velten, Katharina
Das hier beschriebene Verbundvorhaben umfasst folgende Teilprojekte: FKZ 19OE153, FKZ 19OE154 Das Projekt Okologische Landwirtschafts- und -Lebensmittelsysteme als Modelle für nachhaltige Ernährungssysteme in Europa und Nordafrika (SysOrg) zielte darauf ab, Interventions- und Ansatzpunkte für eine Transformation der Lebensmittelsysteme hin zu widerstandsfähigen, nachhaltigen Lebensmittelsystemen zu identifizieren, um eine erfolgreiche Gestaltung von Wegen zur Steigerung des nachhaltigen Konsums und der Lebensmittelproduktion zu ermöglichen. Fünf Fallgebiete in Europa und Nordafrika wurden aus vier Perspektiven untersucht: Umstellung auf eine nachhaltige und gesunde Ernährung (Ernährungsperspektive), Förderung ökologischer Lebensmittel und des ökologischen Landbaus (Öko-Perspektive), Verringerung der Lebensmittelverschwendung (Abfall-Perspektive) und Status des Systemübergangs (Übergangsperspektive). In jedem Fallgebiet wurden Sekundärforschung, Haushaltsbefragungen und halbstrukturierte Interviews mit ausgewählten Initiativen, die in den Bereichen der SysOrg-Perspektiven aktiv sind, durchgeführt, um perspektivenorientierte und fallübergreifende Analysen zu ermöglichen. Eine Analyse auf Gebietsebene basierend auf den Ergebnissen einer Haushaltsbefragung auf Recall-Basis ergab eine insgesamt gesündere und nachhaltigere Ernährung in Kopenhagen und Warschau, den höchsten selbstberichteten Anteil an Bio-Lebensmitteln in Kopenhagen und Nordhessen, eine Diskrepanz zwischen dem Niveau der Lebensmittelabfälle pro Haushalt und pro Kopf (z. B. die höchsten pro Haushalt und die niedrigsten pro Kopf-Abfälle in Kenitra) und den Arten der vorherrschenden Lebensmittelabfälle (teilweise verwendete Lebensmittel in Warschau, Cilento, Kopenhagen, Essensreste in Kenitra und Essensreste nach der Lagerung in Nordhessen). In allen Fallgebieten gibt es eine beträchtliche Anzahl von Initiativen, die sich an der Umgestaltung ihres lokalen Lebensmittelsystems beteiligen, wobei die meisten von ihnen auf Nischenebene tätig sind.
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